Recording: Vocals – Testaufnahmen

Recording Tagebuch: Gesangsaufnahmen

„Energisch kraftvolle“ Testaufnahmen für die geplanten Gesangsaufnahmen – die sind Teil unserer (oder vielmehr meiner persönlichen) Vorproduktion. Diesen Workflow habe ich mir nicht ausgedacht, er ist einfach so passiert.

Zuhause in meinem Wohnzimmer träller ich meine Gesangsideen zu den Basic Tracks, die mir als fertige Instrumentalversion vorliegen. Wenn ich dann zufrieden bin, schreibe ich einen mehr oder minder sinnlosen Text dazu und singe alles nochmal ein. An diesem Punkt habe ich bereits die Passagen für die Hauptstimme und die Backgroundvocals festgelegt und auf „Tape“ gebannt.

Davon mache ich einen groben Mixdown und schicke meine Ideen den anderen Jungs. Bisher hatte keiner was zu meckern.

Grandioses Homerecording für „Peace“

Dann geht es weiter ins „Studio“. Dort singe ich mit meinem fantasievollen Phantomtext (Also, sinnlos aneinandergereihte Worte und Gedanken, die einfach nur die Melodie transportieren sollen.) den Song so ein, als wäre es die finale Aufnahme – full Power!

Die Ergebnisse mische ich wieder grob, schicke den Mixdown zusammen mit meinen Textentwürfen dem Texter. Dadurch hat er eine ziemlich konkrete Vorstellung davon, was musikalisch und lyrisch im Song passiert.

Lieber singe ich erst mal alles total „roh“, sammle Ideen und ändere vor Ort gegebenenfalls einzelne Passagen. Bevor ich mich hinterher ärgere, weil ich eine Gesangspassage hätte ändern wollen. Im Grunde ist das eine Mischung aus „Komponieren, Arrangieren & Probieren“. Wenn das Material nämlich später erst auf dem Rohling ist, kann ich daran nicht mehr rütteln. Also mache ich mir lieber doppelte Arbeit und bin hinterher zufrieden mit dem Ergebnis.

Fulminante Testaufnahme für „Peace“

Wenn ich schließlich den fertigen Text habe, gehe ich ein weiteres Mal ins Studio und singe den kompletten Song mit allen dazugehörigen Harmoniestimmen, Chören und Background Vocals erneut.

Das Recording-Studio

Die Vocals nehme ich im Proberaum in Brandenburg auf. Das letzte Glied in der Kette ist ein Windowsrechner. Nee, hier sitzt niemand im Studio. Es gibt kein Studio im herkömmlichen Sinne. Und das ist auch völlig okay.

Auch das Mikrofon, in das ich singe, ist weder eines von Neumann oder Brauner noch von Shure. Da soll nochmal einer sagen, dass günstige Hardware nur Müll produziert.

Die finalen Spuren meiner Gesangsaufnahmen schicke ich Maikel, der daraus dann einen schicken Mix zaubert.

Insgesamt betreibe ich viel Aufwand, wie es scheint. Aber im herkömmlichen Songwriting-Prozess wäre der Aufwand vermutlich nicht geringer.

Das Recording bleibt spannend – auch für uns!

Wir sind weiter am Ball und geben unser Bestes – selbstverständlich auch ich. Also, wir reißen uns wirklich den Hintern auf. Denn wir möchten ein fabelhaftes Debüt abliefern. Darum müssen wir uns alle noch ein wenig gedulden. Aber wir sind sicher, dass sich das Warten lohnt.

forcefully yours

Micha 🙂

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